Trainingswissenschaftliche Grundlagen

 

Die Kraftfähigkeit besteht im wesentlichen aus drei verschiedenen Komponenten:

 

1. Schnellkraft: Ist die F√§higkeit, Bewegungen gegen submaximale Widerst√§nde                              mit hoher Geschwindigkeit durchzuf√ľhren.    

2. Kraftausdauer: Ist die Erm√ľdungsf√§higkeit des Organismus bei lang dauernden                               Kraftleistungen.

3. Maximalkraft: Ist die h√∂chstm√∂gliche Kraft, die das Nerv-Muskel-System bei                               maximaler Kontraktion aus√ľben kann.

Wird ein sportliches Training als Reiz-Reaktions-Prozess bezeichnet, so ist die Voraussetzung f√ľr eine effektive, leistungssteigernde Anpassungserscheinung des K√∂rpers, dass die Reize richtig gesetzt werden.

Es gilt die Roux-Regel:

‚ÄěGeringe Reize sind zwecklos, mittlere n√ľtzen, gro√üe schaden.“

Deswegen geht es also primär um eine angemessene Belastungsdosierung.

 

Ziele des Kräftigungstrainings:

 

-         Kr√§ftigung der besonders zur Abschw√§chung neigenden Muskelgruppen

-         Herstellung einer optimalen Muskelbalance

-         Verbesserung der Erm√ľdungswiderstandsf√§higkeit einer Muskelgruppe bei              einer bestimmten Belastung.

-         Verbesserung von K√∂rperkontrolle und K√∂rperhaltung.

 

Arbeitsformen der Muskulatur

 

Statisch

Der Muskel arbeitet zwar, aber seine L√§nge ver√§ndert sich nicht, da der Muskel eine Halteposition eingenommen hat. Bei statisch ausgef√ľhrtem Kr√§ftigungstraining kann der Kraftzuwachs vom K√∂rper nur bedingt √ľber einen gewissen Zeitraum aufrecht erhalten oder gespeichert werden.

Dynamisch

 

In der konzentrischen Phase der Kontraktion verk√ľrzt sich der Muskel gegen einen Widerstand.

In der exzentrischen Phase ist der Muskel zwar angespannt, verlängert sich aber.

Bei dynamischer Arbeit kann der Kraftzuwachs √ľber einen l√§ngeren Zeitraum aufrecht erhalten werden. Allerdings dauert es aber auch ersichtlich l√§nger, bis der Muskel sich gekr√§ftigt hat.

Bei den √ľblichen k√∂rperlichen Beanspruchungen findet man in der Regel eine Mischform beider Kontraktionsarten, die sog. auxotonische Kontraktion.

Eine bestimmte Bewegung kann nicht nur von einem Muskel allein verursacht werden, sondern von sog. Muskelgruppen oder weiteren Hilfsmuskeln, die recht klein sind und trotzdem die Bewegung unterst√ľtzen.

Der Muskel, der bei einer Bewegung die Hauptarbeit √ľbernimmt, wird als Agonist bezeichnet. Die Muskeln, die ebenfalls an der Bewegung beteiligt sind und sie unterst√ľtzen, werden als Synergisten bezeichnet.

Die entgegengesetzte Bewegung wird vom Antagonisten (Gegenspieler) und seinen Synergisten √ľbernommen.